Public Relations Perception Management

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27.08.2019

“Real Talk” - eine Buchempfehlung

Unseren Kunden und Partnern sei hier das kürzlich in Zürich erschienene Buch "Real Talk" empfohlen. Eine geisterhellende und herzerfrischende Anleitung zur Identifikation und Bekämpfung von "Bullshit"-Sprache.

Gut verdauliche Theorie, erklärte Beispiele sinnentleerter Phrasen und Floskeln sowie handfeste Tipps zur Wiederbelebung der Sprache machen die knapp 200 Seiten zu einem Genuss für Sprachinteressierte und zu einem Nachschlagewerk für Sprachambitionierte. Ein Muss für jede Agenturbibliothek. Übrigens: Wer keine solche mehr hat, darf mit diesem Buch einen Neuanfang wagen. Weil man es nächstes Jahr wieder lesen sollte. Wie lebensnah das Werk doch ist, zeigt sich sympathischerweise auch, als Gastautor Wolfram Groddeck "das inflationär gebrauchte Wort 'spannend' oder den gnadenlos um sich greifenden Amerikanismus 'Sinn machen' " geisselt, und die Autoren auf den folgenden drei Seiten genau diese Ausdrücke verwenden. Vielleicht ist's ja nur ein Test, um zu prüfen, ob der Leser bei der Sache ist. Klar ist: Weil wir selber immer wieder in die Fallen der "Marketing-Klon-Sprache" trampen, tut es Gut und Not sich damit auseinanderzusetzen.

"Beginne am Anfang", sagte der König ernst, "und fahre fort, bis du ans Ende kommst: dann höre auf." So zitieren die Autoren den Schriftsteller Lewis Carroll als Anleitung zum Umgang mit dieser Lektüre. Genauso habe ich das getan. Keine 24 Stunden hat es gedauert vom Anfang bis zum Ende. Und das neben neun Stunden Arbeit, sechs Stunden Schlaf und vier Stunden Sozialleben. Ein Kompliment an Ivana Leiseder und Matthias Platter, der nun endlich ein Buch geschrieben hat. (Weshalb dieser Nebensatz hier steht, erfährt man nur im Buch selber.)

Bernhard Schmid



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