Public Relations Perception Management

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29.10.2015
Bernhard Schmid

​“The real shit”

Gemäss Mitteilung des Medienbeobachters Argus hat sich die Nachfrage nach Management Summaries zu Medienartikeln im letzten Jahr stark erhöht. Das erstaunt nicht. Um saubere Grundlagen für Entscheider zu liefern, braucht’s aber noch mehr.

Durch den raschen Informationsfluss, die wachsende Bedeutung von Mobiltelefonen als Nachrichtenkanal und die Beliebtheit von Gratiszeitungen, werden die Informationshappen tendenziell kleiner, und die Notwendigkeit zur Verwendung einfacher, knackiger Sprache steigt. An den angenehmen Konsum dieser Art von Information haben wir uns wohl oder übel längst gewöhnt.

Da ist es nur selbstverständlich, dass viele Entscheider sich nicht die Mühe machen wollen Artikel im Detail zu lesen – oder durch Querlesen Gefahr zu laufen wichtige Details zu verpassen. Kommt hinzu, dass nicht jeder Artikel so relevant ist, dass er die Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger verdient.

Das reine Zusammenfassen der Inhalte reicht aber nicht. Sollen sie als Entscheidungsgrundlage dienen, braucht es einen weiteren Schritt: Die Qualifizierung der Resultate. Für diese Qualifizierung gibt es heute zwar ausgetüftelte automatisierte „Sentimentanalysen“. Aber selbst wenn sie vorgeben den Kontext miteinbeziehen zu können, darf man deren Berechtigung als Grundlage wichtiger Entscheide hinterfragen. Es mag sein, dass die intelligenteren Tools Ausdrücke wie „the real shit“ richtig zu deuten vermögen. Eine ganz andere - allerdings rhetorische - Frage ist, wie automatisiert erkannt werden soll, dass eine an sich negativ gefärbte Meldung je nach strategischer Ziele des Unternehmens auch positiv gewertet werden kann – oder umgekehrt.

Diese strategischen Ziele wiederum sind den Entscheidern selbstverständlich bewusst, und eigentlich, könnte man sagen, reichen darum die kurz zusammengefassten Medienberichte zur guten Information des Managements. Diese Argumentation lässt allerdings ausser Acht, dass sich Entscheide, auch wenn sie auf einem Bauchgefühl basieren, auf möglichst neutrale Grundlagen stützen sollten. Oft ist es allerdings schwierig neutral und emotionslos zu qualifizieren, was einen selber qualifiziert.

Aus diesem Grund sollten sich Entscheidungsträger in Unternehmen nicht nur die Management Summaries der Medienartikel anliefern lassen, sondern auch darauf achten, dass diese im Gesamtkontext qualifiziert werden – und zwar von Menschen, die wohl über wichtige interne Dinge informiert sind aber dennoch eine externe Sicht auf das Unternehmen haben.

Nur dann zieht der Entscheider das Wesentliche aus dem Auftrag: Er ist rasch über die Berichterstattung informiert und weiss, wie sie für ihn spezifisch zu deuten ist. Das ist "the real shit". Und darum machen wir das bei cometris so. Nicht nur mit ausführlichen Medienberichten sondern auch mit aggregierten Social Media Beiträgen.



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