Public Relations Perception Management

DE  |  EN
{alt_title}

29.05.2015
Danial Naghizadeh

Public Relations als Erfolgsfaktor für Startups

GründerInnen von Startups kennen sich hervorragend auf ihrem Fachgebiet aus. Sie stecken ihre gesamte Energie und Ressourcen in die Umsetzung ihrer unternehmerischen Idee. Manchmal geht dabei vergessen, wie wichtig eine professionelle Kommunikationsarbeit ist, wie ein reales Beispiel aus der IT-Branche zeigt.

Vor einiger Zeit erschien in einer vielgelesenen Gratiszeitung ein Artikel über eine angeblich neuartige Online-Sharing-Plattform, auf der die Nutzer Alltagsgegenstände an andere Nutzer ausleihen können. Im Artikel erklärte der Entwickler, dass seine Applikation eine Marktlücke in der Schweiz schliessen würde. Das Geschäftsmodell klang erfolgsversprechend. Als durchschnittlicher Leser war man geneigt sogleich den App-Store zu besuchen.

Nur: Die Idee war nicht neu. Gemeinsam mit Freunden hatte ein anderer Informatiker bereits eine identische Applikation entwickelt, die zu diesem Zeitpunkt seit über einem Jahr auf iTunes und Co. heruntergeladen werden konnte. Als er den Beitrag über das Konkurrenzprodukt las, bat er seine Freunde über Social-Media um Hilfe. Diese sollten den fehlerhaften Online-Zeitungsartikel kritisch kommentieren und auf sein bereits existierendes Produkt hinweisen.

Es braucht nicht viel Fantasie, um sich die Bestürzung des Informatikers vorzustellen, der enorm viel Zeit und Herzblut in seine unternehmerische Idee gesteckt hat und plötzlich befürchten musste, um die Früchte seiner Arbeit betrogen zu werden. Und in der Tat: Knapp zwei Jahre danach, ist seine App praktisch vergessen. Die Anzahl Downloads stagnierten und blieben schliesslich völlig aus. Und das obwohl seine Software in punkto Look and Feel sowie Bedienungsfreundlichkeit der Konkurrenz in nichts nachsteht. In derselben Zeit schaffte es sein Konkurrent durch eine geschickte Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie die Anzahl Nutzer seiner Plattform kontinuierlich zu steigern.

Das Beispiel dieses Informatikers ist sinnbildlich für die Situation vieler Startup-Unternehmen: Ein hervorragendes Geschäftsmodell alleine garantiert noch keinen Markterfolg. In einem hoch kompetitiven Umfeld in dem unzählige Startups um die Aufmerksamkeit einer begrenzten Anzahl potentieller Investoren, Kunden und der Medien werben, ist es eine grosse Herausforderung die notwendige Aufmerksamkeit für seine Produkte und Dienstleistungen zu erhalten.

Meist kennen sich JungunternehmerInnen hervorragend auf ihrem Fachgebiet aus und investieren ihre gesamte Energie und Ressourcen in die Umsetzung ihrer Geschäftsidee. Oft wollen oder können sie sich nicht auch noch um Fragen der Vermarktung und Kommunikation kümmern. In solchen Fällen ist es sinnvoll sich an einen Spezialisten zu wenden, der einen dabei unterstützt das gewünschte Image aufzubauen und den Bekanntheitsgrad der Produkte zu vergrössern.



Kommentare